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Nachstehend finden Sie unser Pflegeleitbild. Sie können dieses auch als PDF-Datei herunterladen und abspeichern (s. rechts).

 

Das Menschenbild

Unser Menschenbild orientiert sich an den kirchlich-diakonischen Grundsätzen, die in unserem Unternehmensleitbild verankert sind.

Der Mensch als Ganzheit
Für uns stellt jeder Mensch eine sich entwickelnde individuelle Persönlichkeit dar. Wir sehen ihn als eine Ganzheit aus Körper, Geist und Seele und seinem sozialen Umfeld und nicht nur als Träger bestimmter Rollen, Merkmale, Eigenschaften oder Fähigkeiten.

Orientierung an der Würde des Menschen
Grundlage der Menschlichkeit ist die Achtung vor dem Menschen. Dabei bildet die Anerkennung der jedem Menschen eigenen Würde die Grundvoraussetzung für ein auf ihn abgestimmtes Handeln.
Der Mensch hat Anspruch auf:
- Entwicklung und Selbstverwirklichung
- Privatheit
- Unabhängigkeit
- Wahlfreiheit
- Rechtssicherheit
- Integration und Partizipation.
Die Würde ist nicht von seinen Fähigkeiten und Leistungen abzuleiten, und sie wird niemals durch Krankheit, Behinderung oder durch altersbedingte Einschränkungen gemindert.

Selbstbild
Leben und Gesundheit sind davon abhängig, wie der Mensch mit Ereignissen und Erfahrungen im Verlauf seines Lebens umgeht.

Elementare Bedürfnisse
Der Mensch ist ein Beziehungswesen, das auf die Gemeinschaft anderer Menschen angewiesen ist.
Er ist bestrebt, sein physiologisches und emotionales Gleichgewicht zu halten.
Zur Erhaltung und Wiederherstellung seiner Unabhängigkeit braucht er Hilfe, wenn er seine Grundbedürfnisse nicht selbst erfüllen kann.

Das Pflegeverständnis

Umfassende Pflege
Wir sehen unsere Aufgabe in der umfassenden Betreuung des Bewohners. Dies geschieht unter besonderer Berücksichtigung seiner individuellen Bedürfnisse, seines persönlichen Umfeldes und seiner Biographie. Unser Ziel ist größtmögliche Selbstbestimmung des pflegebedürftigen Menschen und Förderung seiner individuellen Fähigkeiten zu selbständiger und selbstverantwortlicher Lebensgestaltung.

Orientierung an der Lebenswelt der Bewohner
Ausgangspunkt des pflegerischen Handlungsprozesses sind die Bedürfnisse, Probleme und Fähigkeiten des pflegebedürftigen Menschen und ihre Auswirkungen auf seine Unabhängigkeit und sein Wohlbefinden.
Daraus entwickelt sich als vorrangiges Ziel das Erhalten, Fördern bzw. Wiedererlangen von Unabhängigkeit und Wohlbefinden des Bewohners, wobei Hilfsmittel sinnvoll und wirtschaftlich eingesetzt werden.

Aktivierende Pflege
Eine höchstmögliche Selbständigkeit bei allen Lebensaktivitäten soll erreicht werden. Dazu müssen die Fähigkeiten der Bewohner erkannt, dokumentiert und gefördert werden.
Die Bedürfnisse und Fähigkeiten werden ganzheitlich gesehen. Die Selbstpflege und Aktivierung der Bewohner sind vorrangige Ziele.

Sterbebegleitung
Dem Bewohner in unserer Einrichtung soll ein menschenwürdiges Sterben ermöglicht werden. Sterbebegleitung heißt: das letzte Stück des Weges mit ihm gehen. Gewissenhafte Pflege und Linderung der Schmerzen sind ebenso wichtig wie das Eingehen auf die emotionalen Bedürfnisse des Sterbenden nach menschlicher Nähe und nach Antwort auf existentielle Fragen. Gerade in der Situation des Sterbenden gilt es, die Würde des Menschen als Gottes Bild zu achten und zu bewahren.

Beziehungspflege
Wir verstehen Pflege als individuellen Problemlösungs- und Beziehungsprozeß, d. h. pflegerische Arbeit geschieht mit dem Bewohner, nicht an ihm, für ihn oder gegen ihn. Damit pflegerisches Handeln erfolgreich sein kann, muß stets eine Beziehungsaufnahme zwischen Pflegenden und Pflegebedürftigen stattfinden. Dies geschieht unter Berücksichtigung eines angemessenen Verhältnisses von Nähe und Distanz.

Qualitätssicherung
Alle Pflegenden beteiligen sich an Maßnahmen zur Sicherung und kontinuierlicher Verbesserung der Pflegequalität. Dazu werden in allen pflegerischen Arbeitsfeldern handlungsorientierte Standards entwickelt, erprobt, bewertet und gesichert.
Die Mitarbeiter werden durch regelmäßige, kontinuierliche Fortbildung gefördert.
Durch regelmäßige Mitarbeiterbesprechungen in unterschiedlicher Zusammensetzung wird der Informationsfluß in Gang gehalten und die Zusammenarbeit verbessert.
Die Arbeit nach dem Pflegeprozessmodell ist Standard in allen Wohnbereichen. Der gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen entwickelte Problemlösungsprozess umfaßt: die angemessene Erfassung seiner Situation, seiner Ressourcen und seines Hilfebedarfs, die Vereinbarung der Pflegeziele und die Planung der Maßnahmen, mit denen Ziele erreicht werden sollen. Der Erfolg des pflegerischen Handelns wird kontinuierlich überprüft und ausgewertet. Der Pflegeprozeß wird dokumentiert.

Umgang mit uns selbst und unseren Kollegen

Wir verpflichten uns, sorgsam mit uns selbst umzugehen. Das Verhalten gegenüber den Kollegen sollte von Respekt, Vertrauen, Verantwortung und gegenseitiger Anerkennung geprägt sein. Zu Eigenverantwortlichkeit und kritischem Denken soll ermutigt werden. So erreichen wir ein Klima, in dem jeder Zufriedenheit und Erfüllung in seiner Tätigkeit finden kann.

Umgang mit anderen Berufsgruppen
Uns verbindet mit anderen Berufsgruppen das gemeinsame Ziel. Wir erkennen die Bedeutung jeder Berufsgruppe bei der Erfüllung ihrer Aufgaben an. Im Interesse einer guten Arbeitsatmosphäre arbeiten wir kooperativ und partnerschaftlich miteinander und bringen dem Anderen persönliche Wertschätzung entgegen.

Das Pflegeleitbild ist unsere Richtlinie für die tägliche Arbeit; daher finden Sie dieses als großes Poster im Eingangsbereich und auf jedem Wohnbereich in unserem Haus.

Downloads als PDF

¬ Textversion 124 kb
¬ Poster DIN A4 343 kb

 

Ev. Kirche Mannheim